Handwerk

Holz war jahrhundertelang das wichtigste Bau und Werkmaterial. So fand es Verwendung als Bauholz für Häuser und Mobiliar, bei der Herstellung von Wagen und Arbeitsgeräten wie Pflug und Egge, Dreschvorrichtungen und Getreidefegen, von Behältern wie Bottich, Fass und „Zumm“ (Bütte), weiter im Weinberg als „Pergel“-Gerüst sowie in den Obstwiesen als Baumstütze.
Die Handwerker, die damit arbeiteten, waren hauptsächlich Zimmermann, Tischler, "Rädermacher" und Fassbinder. Während die Erzeugnisse von Fassbindern, "Rädermachern" Schreinern und Schmieden auf die verschiedenen Bereiche der Landwirtschaft verteilt sind, nimmt die vollständige Werkstatt eines Schusters einen eigenen Winkel im Museum ein.

Hervorzuheben ist die alte Turmuhr, die offenbar 1545 von einem Uhrmacher aus dem Stubai mit den Initialen AN neu gefertigt und laut eingravierter Inschrift im Dezember 1652 vom Bozner Großuhrmacher Jakob Heinrich repariert worden ist.

Der Hafner Bortolo Cavos aus dem bekannten Ofenbauerdorf Sfruz am Nonsberg datierte und signierte hingegen am 7. Oktober 1793 einen Kachelofen für den Geißbichlhof in Söll, der nun ebenfalls im Museum zu bewundern ist.