Das Museum

Sitz des Museums, direkt am Traminer Dorfplatz, ist ein historisches Gebäude, das im 15. und 16. Jahrhundert als Badhaus diente. Später logierten hier bis 1964 die so genannten Benefiziaten, katholische Geistliche, die die Frühmesse im Dorf abhielten. Danach   dienten Teile des Gebäudes als zeitweilige Notunterkunft für Schulklassen und als öffentliche Bibliothek.

1987 begann der Verein für Kultur und Heimatpflege Tramin mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung mit den Arbeiten zur Errichtung eines Museums. Damalige Obfrau des Vereins war die pensionierte Grundschullehrerin Waltraud Weis, Kustos der der pensionierte Kellermeister Anton Rinner. Den Grundstock der Sammlung lieferte der Kustos selbst: Jahrelang hatte in Vergessenheit geratene Gerätschaften aus dem Dorf und der Umgebung gesammelt. Besonderes Augenmerk legte Toni Rinner auf den Bereich Landwirtschaft und dabei insbesondere auf den Weinbau.
Nach zweijähriger Vorbereitungszeit konnte das Dorfmuseum Tramin am 15.4.1989 eröffnet werden. Die damaligen Schauräume verteilten sich auf zwei Stockwerke des Gebäudes.

Das heutige, 2012 eröffnete Hoamet-Tramin-Museum entstand als zeitgemäße Neuinterpretation des ursprünglichen Dorfmuseums. Im Zuge der Adaptierungsarbeiten konnte das dritte Stockwerk des Gebäudes in das Museum integriert werden, weshalb der Ausstellungsparcours überarbeitet und thematisch neu gegliedert wurde. Dank des Einsatzes  des Vereins unter der Leitung der Obfrau Monika Oberhofer, der Gemeinde und des neuen Museumsleiters Hermann Toll konnten bis 2015 alle Ausstellungsbereiche neu gestaltet werden. Als Fachberater für Konzept und Projektierung wurden der Ausstellungskurator Christian Terzer und das Gestaltungsbüro Gruppe Gut beauftragt.

Träger des Hoamet-Tramin-Museums ist weiterhin der Verein für Kultur und Heimatpflege Tramin, der es ehrenamtlich betreut. Die nötige finanzielle Unterstützung sichert die Gemeindeverwaltung, das Landesamt für Kultur, die Abteilung Museen, die Stiftung Sparkasse, die Raiffeisenkasse Überetsch und großzügige Privatsponsoren. Dank gebührt zahlreichen privaten Leihgebern.